zum dritten advent gibt es hier eine weihnachtswochenendsbeschäftigung für alle technik- und ästhetikbegeisterten: die mission heißt pepparkakshus und darf nur mit essbaren mitteln ausgeführt werden. das grundrezept findet ihr in verschiedenen varianten im internet (meines ist ein kleines geheimnis; hier findet ihr eine möglichkeit.), geleimt und zusammengepappt wird mit karamellisiertem zucker, dekoriert mit allem, was das herz begehrt.
1.000 g mehl - 500 g honig - 500 g zucker - 100 g butter - 3 eier - 1-2 esslöffel dunkles (entöltes) kakaopulver - 2 tütchen lebkuchengewürz - 1/2 teelöffel weißer pfeffer - 1-2 messerspitzen gemahlener muskat - 1/2 teelöffel salz - 2 teelöffel pottasche - 50 ml wasser
wasser und pottasche vorsichtig verrühren. zucker, butter und honig in einem kochtopf erwärmen, bis sich der honig und die butter mit aufgelöst haben. abkühlen lassen. die restlichen zutaten mit dem mehl vermengen. das butter-honig-gemisch mit der angerührten pottasche und der mehlmischung verkneten, bis ein geschmeidiger eher weicher batzen teig entsteht. den frisch gekneteten teig in frischhaltefolie einwickeln und in einer zugedeckten schüssel kühl ruhen lassen. nur wenn der lebkuchenteig nach der ruhephase immer noch viel zu weich erscheint, wird vorsichtig noch etwas mehl beigegeben und untergeknetet. wie bei den meisten rezepten für lebkuchenhäuser wird auch dieser teig 8 bis 10 mm dick ausgerollt und bei 170 grad ca. 20 minuten goldbraun gebacken. die bauteile für das pfefferkuchenhaus werden mit dem 'gesicht' nach unten gelegt und müssen gründlich auskühlen, bevor die einzelteile zusammengesetzt werden.
es empfiehlt sich ein winterwunderspaziergang, um die lungen mit frischluft und die augen mit schneeschönheit zu füllen. mit kleinen kindern können dabei lawinen von eingeschneiten tannenbäumen ausgelöst werden, ihr werdet euren augen nicht trauen! und um platz zu schaffen für backnaschereien, können sportliebhaber sich an schlittenhügeln austoben. wieder daheim sind kleine fikapausen obligatorisch, natürlich mit kaffee (von welchem die schweden raue mengen konsumieren) und zu dieser jahreszeit mit lussekattern (saffranskatzenschwänze mit rosinen; benannt nach der katze der heiligen, die licht in die schwedische winterwelt bringt). wer zwischendurch auch dem kopf nahrung bieten möchte, darf sich gern an puzzles, rätseln und ähnlichen knobelspielen versuchen (bei mir handelte es sich um ein 137 zentimeter langes schwedenpuzzle). all diese tipps stammen aus erster hand. denn genau so habe ich mein vorletztes blaugelbes winterwochenende verbracht: backend und bastelnd und spazierend und rodelnd und rätselnd und bewundernd und dekorierend und genießend.
ich liebe deinen blog und durch dich freu ich mich noch mehr auf mein au pair...mach weiter so :D
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